Schluss mit ultra-günstig: China geht gegen ineffiziente Solarmodule vor
Die chinesische Regierung verordnet der Fotovoltaik-Industrie ab 2027 strenge Effizienzstandards. Veraltete Solarmodule unter 630 Watt verschwinden komplett vom Markt. Dadurch endet die Ära extrem billiger Paneele für Endkunden.
Der Hintergrund der Maßnahme ist der Abbau massiver Überkapazitäten. In den vergangenen zwei Jahren führte das zu einem extremen Preisverfall auf dem weltweiten Solarmarkt, da Hersteller zu einem ruinösen Wettbewerb gezwungen waren. Die neuen Vorgaben zwingen die Industrie nun, den Fokus von reiner Massenproduktion auf höhere Qualität und nachhaltige Energieeinsparungen zu verlagern. Alte Fertigungsanlagen für billige Standardmodule stehen damit endgültig vor dem Aus.
Auch die sehr energieintensive Herstellung von Polysilizium wird durch die chinesischen Behörden stark reglementiert. Anlagen, die im täglichen Betrieb zu viel Strom oder Kohle verbrauchen, verlieren künftig ohne Ausnahmen ihre Zertifizierung. Ein klarer Vorteil der aktuellen Entwicklung ist die langfristige ökologische Aufwertung der Solarproduktion durch den sinkenden Energiebedarf pro produziertem Modul. Veraltete Technologien verschwinden so zügig aus den Fabriken der großen asiatischen Hersteller.
Wer die vorgeschriebenen Effizienzklassen künftig nicht erfüllt, verliert den Zugang zu lukrativen Aufträgen und globalen Marktanteilen. Für private Endanwender bedeutet das voraussichtlich das endgültige Ende der Ära extrem billiger Solarpaneele aus Fernost. Billigprodukte mit geringer Leistung und hohem Flächenbedarf verschwinden schlichtweg vom Markt, da sie nicht mehr den neuen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Das Ende der Billig-Module naht. Seid ihr bereit, für effizientere Solartechnik künftig wieder etwas mehr zu bezahlen? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neue Regeln für Solarmodule
Die chinesische Regierung hat Ende Juni drei verbindliche nationale Standards für die Fotovoltaik-Industrie verabschiedet. Das Regelwerk tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und reguliert den Energieverbrauch sowie die Effizienz der gesamten Produktionskette. Von Polysilizium über Wafer bis hin zu fertigen Solarmodulen und Wechselrichtern gelten künftig strenge Grenzwerte. Ziel ist es, den Markt grundlegend neu zu strukturieren und ineffiziente Anlagen rasch auszumustern.Der Hintergrund der Maßnahme ist der Abbau massiver Überkapazitäten. In den vergangenen zwei Jahren führte das zu einem extremen Preisverfall auf dem weltweiten Solarmarkt, da Hersteller zu einem ruinösen Wettbewerb gezwungen waren. Die neuen Vorgaben zwingen die Industrie nun, den Fokus von reiner Massenproduktion auf höhere Qualität und nachhaltige Energieeinsparungen zu verlagern. Alte Fertigungsanlagen für billige Standardmodule stehen damit endgültig vor dem Aus.
Verkaufsverbot für alte Technik
Wie das pv Magazine (via TechRadar) berichtet, treffen die strengen Vorgaben besonders fertige Solarmodule hart. Produkte mit einer Leistung von unter 630 Watt dürfen ab 2027 nicht mehr hergestellt und verkauft werden. Für gängige Zelltechnologien wie Topcon und Heterojunction gilt dann ein minimaler Wirkungsgrad von exakt 23,2 Prozent. Back-Contact-Zellen müssen zwingend 23,5 Prozent erreichen, um weiterhin eine Marktzulassung zu erhalten.Auch die sehr energieintensive Herstellung von Polysilizium wird durch die chinesischen Behörden stark reglementiert. Anlagen, die im täglichen Betrieb zu viel Strom oder Kohle verbrauchen, verlieren künftig ohne Ausnahmen ihre Zertifizierung. Ein klarer Vorteil der aktuellen Entwicklung ist die langfristige ökologische Aufwertung der Solarproduktion durch den sinkenden Energiebedarf pro produziertem Modul. Veraltete Technologien verschwinden so zügig aus den Fabriken der großen asiatischen Hersteller.
Ende der Rabattschlachten
Als Nachteil gelten jedoch die kurzfristig steigenden Kosten für viele produzierende Unternehmen. Betroffene Betriebe müssen ihre bestehenden Fabriken teuer umrüsten oder komplett neue Maschinen anschaffen. Das dürfte sich unvermeidlich auf die weltweiten Endkundenpreise auswirken. Experten rechnen fest damit, dass staatliche Versorger und große Installationsbetriebe die neuen Standards sofort als zwingendes Kriterium bei ihren internationalen Ausschreibungen anwenden werden.Wer die vorgeschriebenen Effizienzklassen künftig nicht erfüllt, verliert den Zugang zu lukrativen Aufträgen und globalen Marktanteilen. Für private Endanwender bedeutet das voraussichtlich das endgültige Ende der Ära extrem billiger Solarpaneele aus Fernost. Billigprodukte mit geringer Leistung und hohem Flächenbedarf verschwinden schlichtweg vom Markt, da sie nicht mehr den neuen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Das Ende der Billig-Module naht. Seid ihr bereit, für effizientere Solartechnik künftig wieder etwas mehr zu bezahlen? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- China führt ab 2027 strenge Standards für die Solar-Industrie ein
- Solarmodule unter 630 Watt Leistung dürfen nicht mehr verkauft werden
- Für Topcon-Zellen gilt künftig ein Wirkungsgrad von mindestens 23,2 Prozent
- Die weitreichenden Maßnahmen sollen massive Überkapazitäten abbauen
- Experten erwarten durch die Umstellung das Ende der Billig-Solarpaneele
Siehe auch:
- Volkswagen heuert 100 Schafe an - als Rasenmäher auf Solarfarm
- Studie kommt zum Schluss, dass Solarsegel keine abwegige Idee sind
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- Afrika baut Solar, Windkraft und Batterien massiv aus - China profitiert
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